Auf die Bahn ist immer Verlass

Drei Wochen Urlaub liegen hinter mir und offenbar hat man bei der Bahn meine Rückkehr auf die Schiene sehnlichst erwartet. Das Unternehmen zieht alle Register:

  • Verspätung des ursprünglich gebuchten RE (wodurch ich den ICE in Wuppertal verpasst hätte,
  • die stattdessen genommene, in der Äpp nicht existente S8 fährt heute nur mit einem Zugteil,
  • Verspätung des ICE wegen gelockerter Schrauben im Kölner Hauptbahnhof und an der Hohenzollernbrücke (das ist die mit den Vorhängeschlössern),
  • keine Reservierungsanzeige im Zug,
  • mehrere mit übersteuerten Kopfhörern bestückte Geschäftsreisendenschädel (Violinkonzert, Lionel Ritchie und Hip Hop),
  • eine auf 15 Grad eingestellte Klimaanlage,
  • eine 30köpfige Gruppe Schüler*innen aus England in einheitlich roten Regenjacken (heute sollen es 30 Grad werden), die in Wagen 33 vorne reserviert haben, aber in Wagen 34 hinten einsteigen. Begleitet von einer Lehrerin, die im Stil einer Armee-Ausbilderin im Kasernenton ihre Truppe auf Englisch dirigiert und parallel in bestem Deutsch die anderen Passagiere über die Verantwortung für und die Probleme mit einer solchen Schülerschar informiert,
  • dutzende verspätete Anschlusszüge in Hannover und
  • als Sahnehäubchen ein Sitznachbar, der entweder Fingernägel oder eine Stange aus seinem zwei-Kilo-Möhrenproviant knabbert.

Auch heute habe ich wieder einen Sicherheitspuffer von einer Stunde eingeplant. Eine weise Entscheidung zwar, aber ein trauriges Urteil für einen Dienstleister.

Grad gestern gab es im Fernsehen einen Bericht über den Stellenwert des Bahnwesens und des ÖPNV in der Schweiz (hier zeitlich begrenzt in der Mediathek abrufbar).  Alles ist aufeinander abgestimmt. Der Bahnverkehr mit den Fahrplänen der Stadt und der Postbusse. Der so genannte „30-Minuten-Takt“ garantiert die Weiterfahrt von jedem Konotenpunkt innerhalb von 30 Minuten. Überall startet um „ganz“ und um „halb“ ein Zug oder Bus. In Arbeit ist derzeit die Verwirklichung des „15-Minuten-Taktes“. Bemerkenswert, dass dort jährlich pro Einwohner 365 Euro ins Schienennetz investiert wird. In Deutschland sind es gerade einmal 77,00 Euro. Damit liegen wir an drittletzter Stelle in Europa!

Statt mehr Geld zu investieren wäre es unserem Verkehrsminister aber auch zuzutrauen, dass er das Netz übersichtlicher gestalten und sich bspw. an Australien orientieren könnte:

Schienennetz Aus
Quelle: wikipedia*

Oder an einem europäischen Vorbild. Griechenland etwa:

Schienennetz Gr
Quelle: Wikipedia**

Vor der Rückfahrt stürzt ein älterer, heftig verschwitzter Mensch an mir vorbei, den ich von irgendwoher zu kennen glaube. Der Gedanke an einen Politiker liegt hier in Berlin natürlich nahe, die Umgebung bringt mich dann drauf. Das war Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, der sich immer so nett für meine Rechte als Bahn-abhängig Reisender einsetzt. Der DB-Opferschutzbeauftragte sozusagen, der immer dann sein Gesicht in eine Kamera hält, wenn eine neue Verspätungsstatistik veröffentlicht, das marode Schienennetz kritisiert oder irgendwo in der Republik eine Bahnhofshalle restauriert wird.

Den hätte ich am besten gleich mal mit in meinen ICE geschleppt, der zwar 10 Minuten vor der Zeit im Bahnhof bereitsteht, aber denselben 13 Minuten verspätet verlässt. Dem Lokführer fehlten Fahrplanunterlagen. Der Kerl hatte wohl kein Internet für sein Googlemaps. Vielleicht sollte er sich mal die Bahn-Äpp besorgen.

13 Minuten Verspätung bedeuten schon jetzt am Abfahrtsbahnhof, dass ich den Anschlusszug in Duisburg verpassen werde. Zum Glück bin ich heute nicht auf den Bus in der Vitusstadt angewiesen. Dass man da nicht wirklich von Glück sprechen kann, sollte sich erst fünf Stunden später herausstellen.

wurstbrotDie Zeit nutzt die Oma neben mir (ohne Platzreservierung, weil „das Geld kann man sich auch sparen“), ihr Leberwurstbutterbrot auszupacken und genüsslich schmatzend zu genießen. Da im voll besetzten Waggon gefühlt 50 Grad herrschen, haben zumindest geruchstechnisch alle etwas davon.

In Spandau, ungefähr auf halber Leberwurstbutterbrotstrecke, kommt dann der Herr, der ihren Platz reserviert hat. Wir sind schon fast in Wolfsburg bis Oma eingepackt, ihre Sachen zusammengesucht und eine Entscheidung getroffen hat, in welche Richtung sie sich nun auf Platzsuche begibt.

In Hannover wird’s richtig voll. Bunt gekleidete und ausgerüstete Kirchentagsbesucher auf dem Weg nach Dortmund, Geschäftsreisende und Brückentag-Urlauber.

(Wer hat die meisten Brückentage? Genau! Captain Jean-Luc Picard).

Eine allein reisende Mutter mit drei Jungs im Kindergartenalter -Florian, Moritz und Philipp- hat vier Plätze im „Familienabteil“ gebucht. Das sind liebevoll gestaltete Bereiche im Großraumwagen, die sich nur durch einen Klebestreifen an der Decke mit der Aufschrift „Familienabteil“ von anderen unterscheiden.

Es dauert, bis die vier Erwachsenen mürrisch die für die Familie reservierten Plätze frei geräumt haben. Aber die Mama hat alles im Griff. Moritz begibt sich unmittelbar ins Reich der Träume, Florian hört Märchen über Kopfhörer und Philipp nölt sich von Bahnhof zu Bahnhof. Kritisch wird es erst bei „Uno“.

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Philipps Vorschlag. Florian, der Jüngere, total keinen Bock. Philipp erklärt ungehalten permanent die Regeln und kritisiert die Dummheit seines Bruders, der, obwohl er gewonnen hat, unmittelbar nach Spielende in Tränen ausbricht. Dabei verschluckt er sich auch noch an einigen Kekskrümeln, was einen heftigen Hustenanfall auslöst.

In das Chaos von Weinen, Husten und herumfliegenden De Beukelaer-Bruchstücken hinein fordert Mami mehrfach und nachdrücklich von Philipp, er solle seinem Bruder doch mal auf den Rücken klopfen, was dieser jedoch prinzipiell und konsequent verweigert. Seine Antwort: „Warum?“ kommentiert dann der von der Hustenattacke aufgeweckte Zwerg: „Weil der sonst tot geht?!“

Im bekanntlich nicht vorhandenen Bielefeld ist unser Zug nicht kompatibel mit dem vorhandenen Bahnsteig. Die Trittstufen lassen sich nicht ausfahren. Zum Glück hat die Bahn mitgedacht und einige Sherpas engagiert, die die Fahrgäste auf ihre Rücken laden und im Huckepack bis zur Bahnhofshalle tragen (Spaß!).

In Dortmund kommen nochmal fünf auf die bereits eingefahrenen 20 Minuten Verspätung obendrauf: Ein Elektrorollstuhl von den Ausmaßen eines Kleinwagens ist zwar in Berlin in den Waggon hinein rangiert worden, will jetzt aber nicht mehr raus. Erschwert wird die ganze Prozedur durch die Tatsache, dass die Fahrerin offenbar einen Großteil ihres Hausstands, verpackt in einem halben Dutzend Tüten und Taschen rund um sich herum an dem Gefährt befestigt hat und willige Helfer mit permanentem Schimpfen verschreckt.

Verzögert wird die Weiterfahrt auch, weil ein auf dem Nachbargleis als wartend angekündigter Anschlusszug eben nicht wartet und vor den Augen bereits ausgestiegener Reisender abfährt. Und die müssen nun erstmal wieder zurück in unseren ICE.

Die Stimmung im Zug ist jetzt nach dem Ausstieg der ständig fröhlich grinsenden Kirchentagsbesucher praktisch auf dem Nullpunkt. Die Alkoholmenge, die nötig wäre, daraus einen Partyzug zu machen, mag man sich gar nicht vorstellen.

Party

In Düsseldorf haben wir schließlich 33 Minuten Verspätung.
Die Zeit hat ein Unwetter genutzt, sich in den Westen vorzuarbeiten, was mir meine Freude darüber, dass ich heute nicht auf den Bus angewiesen und ich mit dem Motorrad unterwegs bin, schlagartig zunichte macht. Eine Regen-Kombi habe ich natürlich nicht dabei. Unter diversen Brücken immer wieder Schutz suchend und auf Wolkenlücken hoffend, taste ich mich Richtung Heimat. Am Ende sehe ich aus, als wäre ich von Berlin nach Niederkrüchten geschwommen. In Klamotten natürlich.

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*Von Lencer – Eigenes WerkGMT and SRTM3V2OpenStreetMapPassenger-Rail-Australia-Map.png by User:MagpieShooter, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41037094
 **Von Maximilian Dörrbecker (Chumwa) – Eigenes Werk, usingthis file by Lencer as backgroundLogo of Organismos Sidirodromon Ellados (OSE), CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58373638

Von Wendungen und Trennungen

Gerade war die (Bahn-) Welt noch in Ordnung. Und dann das in Düsseldorf:

„Mein“ ICE mit der Nummer 623 wird mit 10 Minuten Verspätung angezeigt.

Daraus werden zwanzig.

Dann die Info: „Zug fällt aus“. Die Äpp meldet einen technischen Defekt an einem anderen (!) Zug.

Danach wird’s lustig, jedenfalls für Vielfahrer und Blogger. Auf den über den Bahnsteigen 15 und 16 parallel angebrachten digitalen Hinweistafeln laufen die Infotextbänder ein Wettrennen gegeneinander.

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Zunächst: Der ICE 623 (von Essen nach München) fährt heute auf Gleis 15 statt auf 16 ein; fällt aber aus. Jetzt mit der Begründung, selbst defekt zu sein.

Der ICE 105 (von Amsterdam nach Basel) verkehrt heute abweichend auch auf Gleis 15; hat aber 20 Minuten Verspätung.

Dann: Der ICE 623 wird mit dem ICE 105 vereinigt und bekommt dessen Zugnummer.

Schließlich wird der ICE 623 komplett gestrichen.

Es fährt ein der ICE 105. „Reisende, die im ICE 623 nach München fahren wollen, steigen bitte in den hinteren Zugteil in den Abschnitten A bis C,“ hallt es über die Bahnsteige.

Die Menschenmasse stürzt in die angekündigte Richtung.

Blöd nur: Der Zug hat gar keinen hinteren Zugteil.

„Bitte beachten Sie, dass der hintere Zugteil hier angekoppelt wird.“

Tatsächlich passiert das auch. Im angekoppelten ICE 623, den ich defekt und leer wähnte, sitzen Menschen!?  Wo mögen die herkommen? Bahn-Zombies? Seit Wochen vergessen? Pendelnd im Nirwana zwischen Winter-und Sommer-Fahrplan?

Sie reagieren jedenfalls kaum auf Ansprache. Die Platzreservierungsanzeige zeigt irgendwas an. Ist das vielleicht der oft besungene Zug nach Nirgendwo?

Das Chaos verschärft sich zusätzlich durch den holländischen, für beide Zugteile zuständigen Zubegleiter.

kabelsalatNachdem eine Kollegin angekündigt hatte, dass der Zug in Frankfurt/Main-Flughafen-Fernbahnhof, geteilt und unser Zugteil von 623 in 2911 (Zitat:) „umgetauft“ werde, sorgt der Holländer wieder für größtmögliche Unsicherheit bei den Reisenden, indem er falsche Wagennummern nennt und sogar behauptet, wir würden heute über Wolfsburg fahren.

Besonders hart trifft es die freundliche Service-Mitarbeiterin mit der Pump-Kaffeekanne, die am Kölner Hauptbahnhof einer weder Deutsch noch Englisch sprechenden italienischen Großfamilie in die Hände fällt, deren Mitglieder wissen wollen, welcher Zugteil nun nach Mannheim fährt. Da ich ganz sicher bin, dass es der, in dem ich sitze, nicht ist, muss ich mich einfach einschalten, die Service-Mitarbeiterin mit der Pump-Kaffeekanne korrigieren und vor der italienischen Großfamilie ganz schlecht aussehen lassen.

Bis die dann lärmend mit ihrem Dutzend Koffern die Zugteile gewechselt haben, haben wir weitere fünf Minuten Verspätung obendrauf.

Ach ja; ich vergaß zu erwähnen, dass wir außerplanmäßig über Köln-Messe-Deutz und Köln-Hauptbahnhof fahren. Köln-Messe-Deutz unplanmäßig für den ICE 105 und Köln-Hauptbahnhof unplanmäßig für den ICE 623. Offenbar weiß das an den erwähnten Bahnhöfen aber niemand -jedenfalls die Reisenden nicht- und „mein“ Zugteil bleibt angenehm leer.

Nachdem der Holländer seine frühere Info korrigiert hat (indem er genau dieselbe wiederholt) entschuldigt sich die deutsche Zugbegleiterin für das Chaos -und büßt damit wohl alle beruflichen Aufstiegschancen bei der Bahn ein.

Das alles ist sooooo witzig.
Für mich.
Nicht für diejenigen mit den wirklich wichtigen Terminen.
Flüge sind weg, Gerichtstermine geplatzt, Rendezvous im Eimer, …


Rückfahrt.

Der von mir gebuchte Zug: 45 Minuten Verspätung. Bedeutet: Anschlusszug wäre weg.

Ich erwische noch den, der eine Stunde früher verkehrt. Zeit genug, in Frankfurt in den Zug nach Essen zum Wechseln. Der kommt auch pünktlich, aber das Geräusch, das er beim Hochfahren der Turbinen (?) von sich gibt, klingt nicht gut.

Mehrere (Fehl-)Versuche, einige Entschuldigungen und genau 43 Minuten später kommt es dann zur Tragödie: „Wir müssen uns leider vom 30er Zugteil trennen!“
Irgendwie passten sie wohl nicht zusammen, die beiden.
Jetzt fahren sie unabhängig voneinander. Der eine als 722, der andere als 2708.

Immerhin noch in dieselbe Richtung. Gut zu wissen und irgendwie beruhigend.

Als es dann tatsächlich losgeht haben wir nur noch 10 Minuten Vorsprung vor dem ursprünglich von mir anvisierten ICE.

Fazit der Woche: 2 Reisen, 4 funktionierende, 2 defekte Züge. Pünktlichkeitsquote: Null!

 

Rückwärts nur gepusht

Mit dem Flieger nach Berlin.

Handy-Akku leer? Dann hat man in Düsseldorf ein echtes Problem. Während es anderswo (z.B. in den USA) selbstverständlich ist, überall meterlange Ladeleisten anzubieten -zum Teil sogar mit Schließfächern, damit man während des Ladens auch mal weggehen kann-, sucht man sowas am Gate in DUS vergeblich.

steckerleisteWahrscheinlich vorgesehen für die Putzkolonnen sind es zwei ganz normale Steckdosen dort, wo ich warte. Beide belegt.

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An der einen, in gut 120 cm Höhe an einer Säule hängt am kurzen Kabel ein Smartphone von Samsung. Ein/e Besitzer/in ist nicht zu identifizieren. Es hängt auch noch da, nachdem alle Passagiere an den benachbarten Gates abgefertigt wurden und wir in einer Schlange vor den Bordkartenscannern stehen. Das dürfte ein böses Erwachen geben.

Übrigens: Im Zubringerbus der Berliner Verkehrgesellschaft sind mehr USB-Ladesteckdosen als im gesamten Düsseldorfer Flughafen.

Der Flug: pünktlich und preiswert, aber leider auch umweltunverträglich.


Rückflug: Das Boarding verzögert sich. Das Bodenpersonal habe eine Betriebsversammlung, heißt es. Wer sollte dafür mehr Verständnis haben als ein Mitarbeitervertreter….

Man lässt uns zwar aus der Abfertigungshalle raus, danach aber im kalten Regen warten bis in der Maschine -wieder eine aus der Reihe, die in Mittelerde für den Transport von Halblingen gebaut wurde- ordentlich feucht durchgewischt ist.

Die Vorstellung der Kabinencrew hat dann den Charakter einer Catwalk-Präsentation. Claudia am Mikrofon ist echt gut drauf und lässt die Unannehmlichkeiten der Verspätung mit flotten Sprüchen schnell vergessen. Im Gegensatz zum Käpt’n (Jürgen) spricht sie auch tadelloses Englisch.

Die ausführliche Einführung in den Gebrauch der Schwimmwesten amüsiert mich allerdings jedesmal aufs neue. Falls wir wirklich zwischen Berlin und Düsseldorf notwassern müssten, dürfte wohl eher die Größe der zur Verfügung stehenden Wasserflächen zum Problem werden.

Dazu passt dann auch die Standardansage bei EasyJet nachdem das Boarding completed ist: „Bitte beenden Sie alle letzten Anrufe“. Na, das lässt doch viel Spielraum für Interpretationen.

rückspiegelAm Ende fehlt auch noch der „Pushback-Driver“. Wahrscheinlich ist es der Schriftführer in der Airportpersonalvertretung; die kommen nämlich immer erst als letzte aus so ’ner Versammlung.

Auf ihn ist Jürgen aber angewiesen, weil die Maschine weder über einen Rückwärtsgang geschweige denn über Rückspiegel verfügt.

Mit rund 35 Minuten Verspätung geht’s los und schon nach 30 Sekunden kann man kaum aus dem Fenster gucken, so blendet es. Wir sind in der obersten Wolkenschicht, eingeschlossen wie in einem Wattebausch, das Blau des Himmels ist nur zu erahnen, aber das gleißende Licht der Sonne wird millionenfach gebrochen und reflektiert.

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Kurz vor der Landung zerfleddert es dann den dichten Kokon und vor uns liegt ein strahlender Mai-Donnerstag mit den besten Aussichten fürs Wochenende. Spät, für ein gutes Foto fast zu spät, stelle ich dann fest, dass der Landeanflug heute nicht von Osten sondern von Westen her erfolgt. Genau über das Stadion der einzig wahren Borussia hinweg.

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Bis Düsseldorf reduziert Jürgen dank Rückenwind den Rückstand auf 15 Minuten.
Das kriegt die Bahn nicht hin.
Auch nicht mit Rückenwind.
Und obwohl ein ICE auch rückwärts kann.

Sie sitzen auf meinem Platz!

Heute ist es passiert: ich beuge mich den äußeren Umständen und mache mich eine Stunde eher auf den Weg. Zu groß das Risiko, den Zug in Düsseldorf zu verpassen.

Allein der Bus zum Bahnhof wird schon Verspätung haben (wegen montäglichem Berufsverkehr und Baustelle). Motorrad ist auch keine Option. Der Wetterbericht meldet Regen und Graupel (im Mai!). Und dann auch noch die Unwägbarkeiten zwischen der Vitusstadt und Düsseldorf. Gleich drei Bahnhöfe werden grad renoviert und nach Lust und Laune angefahren oder ausgelassen.

Tatsächlich ist dann das Wetter bestens, der Bus angenehm leer und zudem überpünktlich. Die Fahrt nach Düsseldorf störungsfrei. Heißt in der Konsequenz: Eine Stunde frieren auf dem Bahnsteig in der Landeshauptstadt.

sesselIm ICE sind nicht nur die Gepäckfächer und Gänge mit Koffern zugestopft, auch mein Sitz ist besetzt. Von einem jungen Amerikaner, der zu einer 18köpfigen Schülergruppe gehört, die auf dem Rückweg über Frankfurt in die Staaten ist. Deren Lehrerin erklärt mir, dass man die Plätze 1-18 reserviert habe und zeigt mir ihr Ticket. Mein Argument, dass meine Reservierung am Platz angezeigt werde, zieht bei ihr nicht. Sie räumen mir aber großzügig einen Platz frei und ich lass es dabei bewenden, obwohl ich den starken Verdacht hege, dass die Gruppe gar keine Reservierung hat. Was sich in Köln bestätigen soll, als noch mehr Zusteigende ihre Sitze beanspruchen. Die Lehrerin quatscht den hinzu gerufenen Zugbegleiter zwar tot, aber der lässt sich nicht beirren:
„Lufthansa: Yes, Reservääschen: No! So sieht’s nämlich aus!“

Anekdote am Rande: Die Gruppe kommt aus Jersey City, wo ich noch vor zwei Wochen zu Gast war.

In Frankfurt/Main Hauptbahnhof drohen gleich drei Schulklassen und zwei Kegelclubs (m/w) mit ihrer Anwesenheit im Zug nach Berlin. Ob der lautstarken, beschwingten Atmosphäre stellt sich mir spontan die Frage, welche Gruppe wohl am besten für die lange Reise vorgeglüht ist.

Der auf dem Nachbargleis einfahrende, aus Wiesbaden über Mainz und Frankfurt (Main)-Flughafen-Fernbahnhof (ich liebe diese Wortkombination) kommende „Dresdner“ ist dagegen komplett leer, weil er heute -offenbar die Pofalla-Wende* fahrend- Wiesbaden, Mainz und Frankfurt (Main)-Flughafen-Fernbahnhof ausgelassen hat. Da der auch über Fulda fährt, mache ich es mir dort bequem. Läuft!

Die Pofalla-Wende: Hier erklärt


Auch im ersten Zug der Rückfahrt ist mein reservierter Sitz am Fenster belegt. Mit den beiden Koffern eines älteren Herrn, der auf dem Gang-Sitz vor sich hin döst.

Auf meinen Hinweis, dass ich reserviert habe, reagiert er, sagen wir mal unwirsch. Nicht direkt unfreundlich oder aggressiv; eher gestört. Gestört in dem Mikrokosmos der beiden Sitze und seinem damit verbundenen Wohlbefinden. Auf mein freundliches Angebot, seine Koffer ins Gepäckfach heben zu wollen entgegnet er schroff „Und wenn Sie dann früher aussteigen als ich?“.

Und auch den Einwand, dass ich schließlich für die Reservierung bezahlt habe lässt er nicht gelten. „Das kann ich Ihnen gerne erstatten,“ und schiebt kopfschüttelnd murmelnd hinterher: „Für eine Stunde von Fulda nach Frankfurt reservieren, pah!“

auge

Ich nehme wahr, dass am Vierer hinter ihm  gleich drei Sitze frei sind, weil mich eine freundliche Dame mit einer einladenden Armbewegung zum Platznehmen einlädt.  „Bleibt nur zu hoffen, dass wir nicht ‚mal so werden.“ sage ich zu ihr, als ich mich eingerichtet habe. „Jaja, er ist halt manchmal etwas eigen, mein Vater“, antwortet sie und es ist überhaupt nicht klar, für wen von uns Beiden die Situation peinlicher ist.

If I can make it there, …

NYC 153 KopieZugegeben, die Bewertung des Öffentlichen Personennahverkehrs lag jetzt nicht so im Fokus meines Aufenthalts in New York; aber man ist halt sensibilisiert.

Zugegeben sei auch, dass man die Pennsylvania Station nicht unbedingt mit Köln-Messe-Deutz oder den Port Authority Bus Terminal kaum mit dem ZOB Fulda vergleichen kann; dennoch kommt einem manches bekannt, vieles ähnlich und noch mehr wünschenswert vor.

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Der neue Touristen-Magnet: Hudson Yards

Ich wohne in Jersey City und nach Manhattan muss ich pendeln. Im Angebot sind Bus, Bahn, Metro und Fähre.

Wie zuhause: Warndreiecke hinter den Verbindungen in den verschiedenen Apps. In erster Linie Hinweise darauf, dass irgendwo die Fahrstühle defekt sind. Apropos Apps: Hinter den amerkanischen braucht sich die deutsche DB-Äpp nicht zu verstecken. Deren Bedienbarkeit lässt doch sehr zu wünschen übrig.

NYC 90

Vieles allerdings fällt angenehm positiv auf. Die vom Fahrgast bedienbare Klimaanlage im Bus etwa. Fast wie im Flieger.

Oder die hohe Disziplin beim Ein-und Aussteigen. Einstieg nur vorne. Auf abgezähltes Geld für das Ticket achten. Rückgeld gibt’s nicht. Der Fahrer hat nämlich keinen Zugriff auf die Kasse. Beim Ausstieg bedankt man sich bei ihm oder ihr. Störendes Ohrhörer-Gewumme vom Nachbarn ist verpönt ebenso lautstarkes Telefonieren. Für Schwangere, Ältere oder Gehbehinderte sind reichlich Sondersitze ausgewiesen. Gefühlt fährt alle fünf Minuten ein Bus. Selbstverständlich, dass in den Stoßzeiten drei auf einmal eingesetzt werden.

NYC 83Der Port Authority Bus Terminal in NYC ist ein riesiges Parkhaus für Busse. Sie schwärmen darin ein und aus wie Bienen in einem Korb. Wohl dem, der sich sein Abfahrts-Gate gemerkt hat.

Hier, wie im übrigen auch an jeder U-Bahn (Metro)-Station gibt’s freies Wlan. Die Metro: Laut, sauber, bis an den Gefrierpunkt klimatisiert, zuverlässig.

Die Fahrkartenautomaten: Auch für Menschen, die kaum Englisch und schon gar kein Spanisch sprechen (andere Sprachen sind nicht im Angebot) leicht zu bedienen. Kein Stress vom Hintermann.

Und überhaupt: In den Bahnhöfen, am Flughafen, in den Touristenzentren, überall postiert sind freundliche Helferlein, die gerne unterstützend zur Seite stehen.

Einfach herrlich: Der Schaffner im Zug, der jedem Fahrgast bei der Ticketkontrolle ungefragt zuraunt, wie viele Stationen es noch bis zu seinem Ziel sind und sich beim zweiten Durchgang mit den Worten an den schwarz fahrenden Obdachlosen wendet: „Ey, Mann. Was machst Du denn noch hier in meinem Zug? Hatte ich Dir nicht schon vor ner halben Stunde gesagt, dass Du raus musst? Aber bilde Dir bloß nicht ein, dass ich jetzt Bock hätte, Dir eine Anzeige zu schreiben.“ und weitergeht.

NYC 311

Da könnt ich mich nur noch aufregen!

Schlagzeile am Anfang der Woche in tagesschau.de:
Umweltschützer haben in einem an der sardischen Küste gestrandeten Wal 22 Kilogramm Plastikmüll gefunden – darunter Plastikteller, Einkaufstüten und Wattestäbchen.

Gestern habe ich in einem B&B-Hotel in Berlin eingecheckt. Tolles Haus, gut gelegen, preiswert, alles top. Aber im Bad das hier:

 

Plastikbecher B&B ohne Text

Ein in Plastik verpackter Plastikbecher.

G E H T ‚ S  N O C H  ? ? ? ?

Stellt Gläser hin, oder gar nichts, oder weist bei der Buchung darauf hin, dass man sich selbst einen Becher mitbringen soll. Meinetwegen mit Hinweis auf den toten Wal, der auch noch schwanger war, wie sich später herausstellte.
Ich zahl auch gern ein bisschen mehr.

Das wollt‘ ich nur ‚mal gesagt haben. Und B & B werde ich das auch sagen. Bin gespannt, wie die reagieren.

Von Bolivianern & Fußabdrücken

flieger sonneNach Berlin nehme ich mittlerweile lieber das Flugzeug als den Zug. Was zur Folge hat, dass meine persönliche Klimabilanz dadurch natürlich gehörig in Schieflage gerät. Und wenn wegen mir die Malediven absöffen, täte mir das auch ehrlich leid. Aber meine persönliche Reisebilanz sieht so aus, dass ich bei 45 Minuten reiner Flugzeit von Hotel- zur Haustür gerade einmal viereinhalb Stunden brauche.

Mit dem Zug sind’s -bei einem Dreifachen (!) des Flugpreises und unter Einrechnung der Strecke Wohnort/Bahnhof- mindestenst fünfeinhalb Stunden, inklusive einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass mich die kurze Umsteigezeit in Duisburg den ICE dort verpassen lässt. Auf Easyjet (ich sollte bezahlte Werbung für die machen) war jedenfalls bisher immer Verlass. Hohe Pünktlichkeitsrate, nettes Personal, unkomplizierter Service. Soll sich die Regierung der Malediven von mir aus mal direkt an den Bahnvorstand wenden.

Trotz der kurzen Reisezeit liefert aber auch die Fliegerei reichlich Stoff für meinen Blog.

Stellt sich mir zum Beispiel die Frage, warum die Kabinenmannschaft (cabincrew) sich nur mit Vornamen vorstellt und auf einem innerdeutschen Flug mit vorwiegend in Deutschland geborener Fluglast (german natives) offenbar verpflichtet ist, die englische Sprache zu benutzen; auch Heinz und Anneliese und Hartmut, der Pilot.

By the way: Viel länger als eine Stunde würde ich es mit meinen 196 Zentimetern Körperlänge auch nicht aushalten in diesen Sitzen. 72,5 cm beträgt der Abstand zur Rückenlehne des Vordermanns bzw. der Vorderfrau. Zum Vergleich: Im ICE 3 beträgt der Sitzabstand satte 92 cm. Die Verringerung auf 86 cm im neuen ICE 4 führte da schon zu einem Proteststurm.
Im Easyjet-Airbus gehört Sardinenbüchsenatmosphäre dagegen zum Urlaubsfeeling.

sardinenIch war mal wieder viel zu früh am Flughafen. Zeit genug, das Treiben in der „raucher-Lounge“ zu beobachten. Ein halbes Dutzend Menschen in einer luftdichten Glasbox, eingehüllt in eine blaugraue Wolke Nikotin. Unfassbar. Unkommentierbar.

Boarding beginnt. Alle Wartenden springen auf. Hektik macht sich breit. Warum? Haben vermutlich alle keine Platzkarte. Ich hab eine. Ohne mich werden die wohl nicht losfliegen.

Aber erstmal „Priority Boarding“. Etwas, das ich nicht verstehe. Man zahlt einen Aufpreis, damit man früher als alle anderen an Bord ist, um dann dort auf alle anderen zu warten. Aber ohne alle anderen geht’s doch sowieso nicht los.

Die Priority-Lane ist fast abgefertigt, da walzen sich mehrere voluminöse Körper und zwei Currywürste bis ganz nach vorne an den Strichcodescanner. Sprechen spanisch, soweit ich das verstehe. Kommen aus Südamerika, soweit ich das auf den Pässen erkennen kann.

Vier adipöse Jungs aus Bolivien mit einer magersüchtigen Inka im Schlepptau auf Europa-Trip. Alle so um die 20. Das Mädel grazil, der Rest kugelrund. 165 Zentimeter Körpergröße, Hosen in den Kniekehlen, Maurerdekolleté und absolut halslos. Laut und auffällig vom Boarding bis zur Landung.
Mutig stellt sich ihnen eine energische Servicemitarbeiterin entgegen: Zwei Handgepäckstücke pro Person, wo nur eines erlaubt ist.

bär im kofferBei Easyjet gibt es zwar für das eine erlaubte Stück Handgepäck keine Gewichtsbeschränkung, aber -so die Empfehlung- man sollte in der Lage sein, es selbst in das Gepäckfach zu heben. Nun, die adipösen Bolivianer haben jeder zwei Stücke dabei und ob die in der Lage sein werden, die in die Höhe zu hieven? Ich habe da meine Zweifel.

currywurstErst einmal ist das gesamte Boarding blockiert. Es folgen -die Currywürste auf dem Scanner zwischengelagert- heftige und gestenreiche Diskussionen.  Ohne Erfolg. Eine erhebliche Nachgebühr ist fällig.

Eingecheckt sind die fünf auf Sitzen in fünf verschiedenen Reihen. Logisch, dass sie auch im Flieger zunächst einmal für Verstopfung sorgen. Zumal sie es -wie prophezeit- tatsächlich nicht schaffen, auch nur einen ihrer Koffer über Kopf in die Gepäckfächer zu hieven. Und bis sie sich dann in ihre Sitze reingequetscht haben. Und wieder raus. Denn alle haben Gang- oder Mittelsitze und müssen immer wieder für ihre Nachbarn aufstehen.

Was der guten Laune der Südamerikaner keinen Abbruch tut. Sie palavern fröhlich quer durch die Maschine.

Hektik kommt dann nochmal auf, als es etwas zu essen gibt. Und weil es der letzte Flug des Vormittags ist: auch noch alle Baguettes zum halben Preis. Da können die vier adipösen Bolivianer nicht widerstehen. Vier haben Hunger, der fünfte hat die Kreditkarte. Geschätzte 15 Reihen Abstand dazwischen. Eine echte Herausforderung für Anneliese und ihre Kolleg*innen.

Ich stelle mir derweil den Notfall vor. Das Kommando „Brace! Brace!“ ertönt und vier adipöse Bolivianer und der 196-Zentimeter-Autor versuchen verzweifelt, die lebensrettende Position einzunehmen. Ein „Vater Unser“ wäre wohl nützlicher.

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Quelle: Civil Aviation Safety Authority of Australia

Kaum die Reiseflughöhe erreicht, beginnt auch schon der Landeanflug. Damit der Austausch des Transportgutes „Mensch“ schneller vonstatten gehen kann -Standzeit bis zum Weiterflug vielleicht 20 Minuten- wird man vor der Landung gebeten, alle Abfälle und gelesene Zeitungen in einen blauen Plastikmüllsack zu werfen, den der ultrablond toupierte Heinz einem jeden Reisenden entgegenstreckt.

Die Passagiere auf den Gang-Sitzen in den Reihen 1 und 15 kriegen von Anneliese noch jeweils einen Handstaubsauger in dieselbige gedrückt und Reihe 29 ganz hinten ist für’s Klo zuständig. Nur feucht durchwischen. (Schepass).

Am Ende fällt auch noch jemand die Rolltreppe runter. Richtig! Einer der Bolivianer liegt mir zu Füßen.

TXL

Pünktlich auch der Rückflug ab Tegel. Auf dem Weg zum Bus (Linie TXL) muss ich an tausenden Jugendlichen vorbei, die am heutigen Friday for Future die drohende Klimakatastrophe und die Untätigkeit der Politik anprangern. Mit dabei: Die 16jährige schwedische Klimaaktivistin und Initiatorin der Kampagne Greta Thunberg.

FüßeIch mach mich ganz klein, was bei fast zwei Metern gar nicht so einfach ist, und schummel mich an der Menge vorbei. Ist mir doch schon irgendwie peinlich, gleich, wenn ich in Düsseldorf gelandet bin, wieder einen Klima-Fußabdruck von 172 Kilogramm Co2 für Hin- und Rückflug hinterlassen zu haben. Das klimaverträgliche Jahresbudget* eines Menschen beträgt rund 2.300 Kilo. Die hab ich dann im Mai bald voll.

 

Beim Einsteigen vernehme ich aus dem Cockpit spanische Laute. Ein Blick hinein sorgt für Beruhigung: Kein adipöser Bolivianer am Knüppel, stattdessen ein katalanisches Duo. Käpt’n Miguel, der charmante Scherzkeks, versichert noch einmal, dass wir wirklich nach Düsseldorf fliegen. Vor einigen Tagen war ein Flieger „aus Versehen“, von London kommend, nämlich in Edinburgh statt in Düsseldorf gelandet. Da Miguels Durchsage eher nach Spenglisch klingt, will der Gag allerdings nicht so zünden wie erhofft.

Gewohnheit stören, heißt alles stören.

(Zitat William Shakespeare)

Wahrscheinlich, weil’s bis hierhin so gut lief, ereilt mich in Düsseldorf die Rache der Bahn. Nur nicht den alten Gewohnheiten entkommen:

Ab „Düsseldorf Flughafen Terminal“ fährt heute keine S-Bahn. Das teilt man dem Passagier aber erst auf einem Schild an der letzten Glastür vor dem Bahnsteig mit. Nachdem man gefühlt den gesamten Flughafen durchquert und eine Rolltreppe hinunter in den Keller genommen hat. Es gibt zwar einen zweiten Bahnhof. Aber der liegt am entgegengesetzten Ende des Geländes.

stress mann

* Klimaverträgliches Jahresbudget

Um die Auswirkungen des Klimawandels in verträglichen Grenzen zu halten, hat sich die weltweite Staatengemeinschaft auf das Ziel verständigt, die durchschnittliche Erderwärmung auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, verbleibt bis 2050 ein globales Emissionsbudget von ca. 750 Mrd. t CO₂. Bei einer angenommenen mittleren Weltbevölkerung von 8,2 Mrd. Personen im Zeitraum 2010 bis 2050 bedeutet dies, dass jedem Menschen auf dieser Erde ein klimaverträglicher Ausstoß von im Durchschnitt jährlich rund 2,3 t CO₂ zusteht.

Quellen:
Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)
atmosfair gGmbH – http://www.atmosfair.de